Kurze Antwort: die Belege für Home Staging sind stark, und virtuelles Home Staging holt den größten Teil dieses Nutzens zu einem Bruchteil der Kosten heraus. Sehen wir uns an, was die Daten wirklich sagen – und seien wir ehrlich, was sie belegen und was nicht.

Was die Forschung zu Home Staging zeigt

Die glaubwürdigsten Zahlen stammen aus dem Profile of Home Staging der National Association of Realtors. Im Bericht von 2025:

Im Klartext: Staging garantiert keinen höheren Preis, aber ein großer Teil der Makler, die täglich mit Käufern arbeiten, sagt, dass Häuser dadurch schneller verkauft werden und Käufer eher bereit sind, sich ein Leben dort vorzustellen – und genau darum geht es.

Der eigentliche Mechanismus: Staging wirkt, weil es Käufern hilft, sich selbst im Raum zu sehen. Ein leeres Zimmer ist schwer zu lesen; ein möbliertes hat einen klaren Zweck und eine emotionale Sogwirkung.

Und wie sieht es mit der Rendite aus?

Staging ist nicht kostenlos, die eigentliche Frage lautet also, ob es sich selbst trägt. Branchenzahlen der Real Estate Staging Association (RESA) sehen die Rendite klar im positiven Bereich: Der ROI von Staging wird häufig mit mehreren hundert Prozent angegeben, das heißt, Verkäufer holen in der Regel weit mehr heraus, als sie ausgeben. Klassisches (physisches) Staging kostet meist etwa 1 % bis 3 % des geforderten Preises – genau deshalb sind die Kosten für die meisten Verkäufer der Knackpunkt.

Wo virtuelles Home Staging hineinpasst

Jetzt der ehrliche Teil. Die meisten belastbaren Daten, auch die NAR-Zahlen oben, betreffen Staging im Allgemeinen. Virtuelles Home Staging ist neuer, und es gibt weniger begutachtete Forschung, die es gesondert betrachtet. Wir tun also nicht so, als gäbe es eine wegweisende Studie, die beweist, dass „virtuelles Home Staging X % auf Ihren Preis aufschlägt“.

Aber schauen Sie sich an, warum Staging wirkt: Es hilft Käufern, den Raum zu visualisieren (die 83 %). Genau das leistet virtuelles Home Staging, nur digital. Sie bekommen denselben Visualisierungsvorteil – und Sie bekommen ihn:

Warum es funktioniert: Käufer kaufen zuerst mit den Augen

Fast jeder Käufer beginnt die Suche online – Ihre Exposéfotos sind also die eigentliche erste Besichtigung. Leere Räume wirken auf Fotos kleiner und kälter, als sie sind, und veraltete ziehen die ganze Galerie herunter. Staging, ob physisch oder virtuell, gibt jedem Raum einen klaren Zweck und einen Grund zu klicken, zu speichern und einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Aus demselben Grund setzen Makler seit Jahrzehnten auf Staging.

Der Haken: gut machen – und offenlegen

Virtuelles Home Staging hilft nur, wenn es realistisch und ehrlich ist. Übertriebene, künstlich wirkende Möbel schaden mehr, als sie nützen, und den tatsächlichen Zustand einer Immobilie zu verschleiern, kann in die Irreführung kippen. Die Regel ist einfach: Ändern Sie Möbel und Dekoration, niemals die Struktur oder den Zustand des Raums, und weisen Sie klar darauf hin, dass die Fotos virtuell gestagt sind. (Die Einzelheiten behandeln wir in Ist virtuelles Home Staging im MLS erlaubt?)

Das Fazit

Die Datenlage zu Staging ist wirklich gut: Es hilft Käufern, eine Verbindung zum Objekt aufzubauen, und verkürzt tendenziell die Vermarktungsdauer. Virtuelles Home Staging liefert genau diesen Kernnutzen – die Vorstellungskraft des Käufers – zu einem winzigen Bruchteil der Kosten und des Aufwands. Für die meisten Objekte ist das ein leichter Tausch.

Quellen