Kurze Antwort: die Belege für Home Staging sind stark, und virtuelles Home Staging holt den größten Teil dieses Nutzens zu einem Bruchteil der Kosten heraus. Sehen wir uns an, was die Daten wirklich sagen – und seien wir ehrlich, was sie belegen und was nicht.
Was die Forschung zu Home Staging zeigt
Die glaubwürdigsten Zahlen stammen aus dem Profile of Home Staging der National Association of Realtors. Im Bericht von 2025:
- 83 % der Käufermakler sagten, Staging mache es Käufern leichter, sich die Immobilie als ihr künftiges Zuhause vorzustellen.
- 49 % der Verkäufermakler sagten, Staging habe die Vermarktungsdauer verkürzt, fast jeder Fünfte (19 %) berichtete von einer deutlichen Verkürzung.
- 29 % der Makler gaben an, Staging habe die Angebote um 1 % bis 10 % höher ausfallen lassen als bei vergleichbaren, nicht gestagten Häusern.
Im Klartext: Staging garantiert keinen höheren Preis, aber ein großer Teil der Makler, die täglich mit Käufern arbeiten, sagt, dass Häuser dadurch schneller verkauft werden und Käufer eher bereit sind, sich ein Leben dort vorzustellen – und genau darum geht es.
Und wie sieht es mit der Rendite aus?
Staging ist nicht kostenlos, die eigentliche Frage lautet also, ob es sich selbst trägt. Branchenzahlen der Real Estate Staging Association (RESA) sehen die Rendite klar im positiven Bereich: Der ROI von Staging wird häufig mit mehreren hundert Prozent angegeben, das heißt, Verkäufer holen in der Regel weit mehr heraus, als sie ausgeben. Klassisches (physisches) Staging kostet meist etwa 1 % bis 3 % des geforderten Preises – genau deshalb sind die Kosten für die meisten Verkäufer der Knackpunkt.
Wo virtuelles Home Staging hineinpasst
Jetzt der ehrliche Teil. Die meisten belastbaren Daten, auch die NAR-Zahlen oben, betreffen Staging im Allgemeinen. Virtuelles Home Staging ist neuer, und es gibt weniger begutachtete Forschung, die es gesondert betrachtet. Wir tun also nicht so, als gäbe es eine wegweisende Studie, die beweist, dass „virtuelles Home Staging X % auf Ihren Preis aufschlägt“.
Aber schauen Sie sich an, warum Staging wirkt: Es hilft Käufern, den Raum zu visualisieren (die 83 %). Genau das leistet virtuelles Home Staging, nur digital. Sie bekommen denselben Visualisierungsvorteil – und Sie bekommen ihn:
- Zu einem Bruchteil der Kosten. Physisches Staging geht pro Objekt in die Tausende; virtuelles Staging kostet bei den meisten Anbietern typischerweise rund $19 bis $99 pro Foto, und mit Stagify können Sie kostenlos starten.
- In Minuten statt Wochen. Keine Möbelpacker, keine Mietmöbel, keine Termine. Einfach ein Foto hochladen.
- Besonders bei leeren oder veralteten Objekten, bei denen ein leerer oder abgewohnter Raum für Käufer am schwersten zu lesen ist.
Warum es funktioniert: Käufer kaufen zuerst mit den Augen
Fast jeder Käufer beginnt die Suche online – Ihre Exposéfotos sind also die eigentliche erste Besichtigung. Leere Räume wirken auf Fotos kleiner und kälter, als sie sind, und veraltete ziehen die ganze Galerie herunter. Staging, ob physisch oder virtuell, gibt jedem Raum einen klaren Zweck und einen Grund zu klicken, zu speichern und einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Aus demselben Grund setzen Makler seit Jahrzehnten auf Staging.
Der Haken: gut machen – und offenlegen
Virtuelles Home Staging hilft nur, wenn es realistisch und ehrlich ist. Übertriebene, künstlich wirkende Möbel schaden mehr, als sie nützen, und den tatsächlichen Zustand einer Immobilie zu verschleiern, kann in die Irreführung kippen. Die Regel ist einfach: Ändern Sie Möbel und Dekoration, niemals die Struktur oder den Zustand des Raums, und weisen Sie klar darauf hin, dass die Fotos virtuell gestagt sind. (Die Einzelheiten behandeln wir in Ist virtuelles Home Staging im MLS erlaubt?)
Das Fazit
Die Datenlage zu Staging ist wirklich gut: Es hilft Käufern, eine Verbindung zum Objekt aufzubauen, und verkürzt tendenziell die Vermarktungsdauer. Virtuelles Home Staging liefert genau diesen Kernnutzen – die Vorstellungskraft des Käufers – zu einem winzigen Bruchteil der Kosten und des Aufwands. Für die meisten Objekte ist das ein leichter Tausch.